Donald Trump: Eure Meinung zur Arbeit des US-Präsidenten

Dienstag, 31. Mai 2016

New Jersey

Kommende Vorwahlen: New Jersey

Flag of New Jersey.svg
Flagge von New Jersey

In New Jersey leben knapp 9 Mio Einwohner. Die beiden größten Städte sind Newark mit etwa 280.000 und Jersey City mit etwa 250.000 Einwohnern. In der Hauptstadt Trenton leben ca. 85.000 Menschen. New Jersey ist der viertkleinste Bundesstaat, hat aber die größte Bevölkerungsdichte der USA.

Der "Garden State" (Gartenstaat) wählt bei Präsidentschaftswahlen seit den 90er Jahren demokratisch. Aktueller Gouverneur ist aber der ehemalige republikanische Präsidentschaftskandidat Chris Christie, der inzwischen Donald Trump unterstützt und ggf. auch als Running Mate also Vizepräsidentschaftskandidat oder auch als künftiger Justizminister unter Trump in Betracht kommt.

Etwa 18 % der Bevölkerung sind Lateinamerikaner, rund 14 % Afroamerikaner.
Der Nordosten New Jerseys gehört zur Metropolregion New Yorks. Dieser Bereich ist wirtschaftlicher Schwerpunkt des Bundesstaats. New Jersey ist einer der stärksten und bedeutendsten Industriestaaten der USA.
Die private Eliteuniveristät Princeton befindet sich hier in der gleichnamigen Stadt. Die Princeton University gilt als eine der reichsten und renommiertesten Universitäten weltweit.

Vorwahltermin Republikaner: 07.06. Primary
Vorwahltermin Demokraten: 07.06. Primary

Anzahl der zu vergebenen Delegiertenstimmen:

Demokraten: 142, davon 16 Superdelegierte (proportionale Verteilung: 42 Delegierte für das Gesamtergebnis in New Jersey und 84 Delegierte in den 20 Delegate Districts + 15% Hürde).
Republikaner: 51, Winner-take-All: Alle 51 Delegierte gehen an den Gewinner in New Jersey.

Durchschnittliche Umfragen* für 2016 und Ergebnisse vergangener Primaries aus 2012 und 2008:
(Die Anzahl der gewonnen Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag werden nach offizieller Bekanntgabe des Ergebnisses ergänzt und bis dahin mit einem X markiert)

Republikaner: Ergebnis


2016
Ergebnis
und
gewonnene Delegierte
Donald Trump
80,6 %
51
John Kasich
13,3 %
0
Ted Cruz
6,1 %
0
2012
Ergebnis
Romney
81 %
Paul
10 %
Santorum
5 %
2008
Ergebnis
McCain
55%
Romney
28 %
Huckabee
8 %


Demokraten: Ergebnis 
(2012 wird nicht mit aufgeführt, da Barack Obama als amtierender Präsident in den meisten Bundesstaaten ohne Gegenkandidat war und letztlich alle Bundesstaaten gewann.)


2016
Ergebnis
und
gewonnene
Delegierte
Hillary Clinton
63,2 %
79
(+12 Superdelegierte)
Bernie Sanders
36,8 %
47
(+2 Superdelegierte)
2008
Ergebnis
Hillary Clinton
54 %
Barack Obama
44 %

Allgemeine Erklärungen und Erläuterungen zu den Vorwahlen, Caucus, Primary, Delegierte

* Quelle der durchschnittlichen Umfragen: www.realclearpolitics.com
Weitere Quellen: wikipedia,com, thegreenpapers.com

Samstag, 28. Mai 2016

Das letzte Aufbäumen Bernie Sanders

Die Vorwahlen bei den Republikanern sind entschieden. Je nach Auslegung der Präferenz ungebundener Delegierter hat Donald Trump die 1237 Delegierten bereits erreicht oder steht kurz davor. Jedenfalls fällt die Marke definitiv am 07. Juni, Trump dürfte auf rund 1500 sichere Delegierte + X am Ende kommen und wird damit der Präsidentschaftskandidat der Republikaner.
Die Demokraten schießen sich schon seit längerer Zeit auf Trump ein, schon früh legte Hillary Clinton den Hebel vom Vorwahlmodus gegen Bernie Sanders auf Konfrontation zum medial starken Trump um. Clinton erhoffte sich ein frühzeitiges Ausscheiden Sanders. Aber der Senator wurde im Laufe der Vorwahlen zu einem mehr als unangenehmen Gegner für Clinton.


Bernie Sanders
Bernie Sanders zu Beginn der Vorwahlen in Des Moines, Iowa
Belächelte man seitens der Demokraten zu Beginn der Vorwahlen noch die Querelen bei der Grand Old Party, sorgen sich nun zahlreiche Funktionsträger der Demokraten um den Zustand und die Aussichten ihrer eigenen Partei. Sanders Stärke in den Vorwahlen reichte zwar nicht für seine Nominierung, er sorgte aber für eine deutlich progressivere Ausrichtung des demokratischen Vorwahlkampfes und offenbarte gnadenlos die Schwächen Clintons. Und als klar war, dass er Clinton nicht mehr einholen würde, hatte Sanders bereits eine gewaltige Bewegung geschaffen, um die nun Clinton kämpfen muss. Vieles wird davon abhängen, wie Bernie Sanders auf dem Nominierungsparteitag auftreten wird. Lässt er es tatsächlich bis zum letzten Augenblick auf einen erbitterten Zweikampf ankommen oder wird er mit Abschluss der letzten Vorwahlen seine Niederlage eingestehen und zumindest oberflächlich zur Unterstützung Clintons aufrufen?

Sanders hat aktuell rund 270-280 sichere Delegierte Rückstand auf Clinton. Bei den noch ausstehenden Vorwahlen werden noch 781 Delegierte vergeben. Hinzu kommen noch etwa 150 Superdelegierte. Hier liegt Clinton nach wie vor deutlich vorn. Nach aktuellen Schätzungen könnte der Vorsprung allein bei den Superdelegierten bei über 500 liegen. Ob Sanders Rechnung, mit einem Sieg bei den sicheren Delegierten Clinton auch bei den Superdelegierten zu überholen, aufgegangen wäre, bleibt äußerst fraglich und im Bereich der Spekulationen.
Fakt ist: Will Sanders Clinton noch bei den sicheren gebundenen Delegierten einholen, müsste er im Schnitt fast 70 % zu 30 % gegen Clinton gewinnen. Insbesondere in Kalifornien müsste ein solches Ergebnis her. Die aktuellen Umfragen sehen aber Clinton mehr oder weniger komfortabel vorne, durchschnittlich etwa 8 % Vorsprung.


Kein TV-Duell Sanders vs Trump


Ungeachtet dieser Ausgangsposition versucht sich Sanders aber weiter zu profilieren. Jüngst forderte er Donald Trump zu einem TV-Duell auf - ohne Hillary Clinton. Trump lehnte es letztlich ab, gegen den Zweitplatzierten der Demokraten anzutreten. Möglicherweise wären die Einschaltquoten höher gewesen, als bei den anstehenden TV-Debatten der beiden Nominierten in der zweiten Jahreshälfte. Sowohl für Sanders als auch für Trump wäre es eine weitere gute Gelegenheit gewesen, öffentlichkeitswirksam ihre Positionen unter das Volk zu bringen. Clinton kann letztlich froh sein, dass es nicht dazu kommt. Eine weitere Fokussierung auf Sanders und Trump kann sie nun überhaupt nicht gebrauchen.


US-Außenministerium rügt Clinton wegen E-Mail-Affäre - Sanders verpasste Chance?


Nach der Rüge des US-Außenministeriums im Zusammenhang mit ihrer E-Mail-Affäre, steht sie erneut mit Negativschlagzeilen in der Kritik. Ein Thema, was Sanders von Beginn an bewusst ausgeblendet hat. Einige politische Beobachter hatten schon im vergangenen Jahr den Kopf geschüttelt, weshalb Sanders nicht auf das Thema aufspringt. Einige sagen, dass es ihm positiv anzurechnen ist, dies nicht ausgeschlachtet zu haben, andere wiederum sprechen von einer klaren Fehlentscheidung seiner Wahlkampfleitung. Nun ist es zu spät, davon zu profitieren, zumindest für Sanders. Donald Trump wird in dieser Angelegenheit sicher noch Redebedarf haben.

Hillary Clinton wird drei Kreuze machen, wenn die Vorwahlen vorüber sind. Der starke Auftakt in den Südstaaten war das Fundament für ihren Erfolg. Danach waren die Ergebnisse solide und letztlich ausreichend für die Nominierung. Am Ende dürfte sie zwar noch auf 100-200 Superdelegierte angewiesen sein, aber es wird reichen. Bernie Sanders letztes Aufbäumen am 07. Juni geschieht aus Respekt und Dankbarkeit zu seinen Anhängern. An eine öffentliche Aufgabe wird er nicht denken. Und klammheimlich wird der Senator möglicherweise auch immer noch ein bisschen hin und her rechnen. Er bleibt jedenfalls präsent bis zum Ende.


Trump & Clinton

In diesen Wochen befinden wir uns in der Übergangsphase von den Vorwahlen zum Wahlkampf der General Election. Für Clinton werden sich zwar der Konkurrent und die Themen ändern, aber die für sie größte Gefahr bleibt bestehen. Die Stimmung gegen das Establishment. Hier liegen Sanders und Trump dicht beieinander, ungeachtet inhaltlicher Differenzen. Dass Sanders so lange kämpft ist auch eine Chance für Clinton. Sie wird daran erinnert, wo sie Nachholbedarf hat und worauf es auch im Wahlkampf gegen Trump ankommen wird. Denn plakatives Auftreten und das simple Aufzeigen von Missständen beherrscht Trump gewiss nicht schlechter als Sanders. Der Senator aus Vermont hat Clinton in diesem Sinne also gut vorbereitet.

Mittwoch, 25. Mai 2016

Kalifornien

Kommende Vorwahlen: Kalifornien

Flag of California.svg
Flagge von Kalifornien

In Kalifornien leben rund 39,2 Mio Einwohner. Es ist damit der mit Abstand bevölkerungsreichste Bundesstaat der USA. Die größte Stadt ist Los Angeles mit etwa 4 Mio Einwohnern, in der Metropolregion leben ca. 13,2 Mio Menschen. In der Hauptstadt Sacramento leben rund 482.000 Einwohner. Weitere bekannte große Städte sind San Diego, San Jose, San Francsico, Fresno.

Der "Golden State"  ist bei Präsidentschaftswahlen seit 1992 fest in demokratischer Hand. George H.W. Bush war der letzte Republikaner, der in Kalifornien eine Mehrheit gewinnen konnte. Jedoch war von 2003 bis 2011 mit Arnold Schwarzenegger ein Republikaner im Gouverneursamt Kaliforniens.
Aktueller Gouverneur ist der Demokrat Jerry Brown.

Kalifornien ist ein Majority-Minority-State, also ein Bundesstaat, in dem ethnische Minderheiten wie Afro-Amerikaner, Hispanics usw. zusammen eine Mehrheit bilden. So sind Weiße mit rund 40% in der Minderheit. Rund 38 % der Bevölkerung Kaliforniens sind lateinamerikanischer Abstammung. Etwa 11% des Bevölkerung sind asiatischer Abstammung.
Etwa 13% des Bruttoinlandsprodukts der USA werden in Kalifornien erwirtschaftet. Betrachtet man den Bundesstaat einzeln, wäre es weltweit die achtgrößte Wirtschaftsmacht. Kalifornien ist reich an Bodenschätzen. Die High-Tech-Industrie (Silicon Valley) und die Filmindustrie in Hollywood sind weltweit bekannt.

Vorwahltermin Republikaner: 07.06. Primary
Vorwahltermin Demokraten: 07.06. Primary

Anzahl der zu vergebenen Delegiertenstimmen:

Demokraten: 548, davon 73 Superdelegierte (proportionale Verteilung: 158 Delegierte für das Gesamtergebnis in Kalifornien und 317 Delegierte in den 53 Congressional Districts + 15% Hürde).
Republikaner: 172, Winner-take-All (district+statewide): 159 Delegierte werden in den 53 Districts (je 3 Delegierte) an den jeweiligen Sieger vergeben. Weitere 13 Delegierte gehen an den Sieger für Kalifornien Gesamt.

Durchschnittliche Umfragen* für 2016 und Ergebnisse vergangener Primaries aus 2012 und 2008:
(Die Anzahl der gewonnen Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag werden nach offizieller Bekanntgabe des Ergebnisses ergänzt und bis dahin mit einem X markiert)

Republikaner: Ergebnis


2016
Ergebnis
und
gewonnene Delegierte
Donald Trump
75,7 %
172
Ted Cruz
9,0 %
0
John Kasich
11,3 %
0
2012
Ergebnis
Romney
80 %
Paul
10 %
Santorum
5 %
2008
Ergebnis
McCain
84%
Paul
14 %
Vorwahlen bereits entschieden


Demokraten: Ergebnis (Auszählung läuft noch) 
(2012 wird nicht mit aufgeführt, da Barack Obama als amtierender Präsident in den meisten Bundesstaaten ohne Gegenkandidat war und letztlich alle Bundesstaaten gewann.)


2016
Ergebnis
und
gewonnene
Delegierte
Hillary Clinton
55,8 %
269
(+59 Superdelegierte)
Bernie Sanders
43,2 %
206
(+0 Superdelegierte)
2008
Ergebnis
Hillary Clinton
51 %
Barack Obama
43 %

Allgemeine Erklärungen und Erläuterungen zu den Vorwahlen, Caucus, Primary, Delegierte

* Quelle der durchschnittlichen Umfragen: www.realclearpolitics.com
Weitere Quellen: wikipedia,com, thegreenpapers.com

Trump gewinnt alle 44 Delegierte in Washington

Donald Trump hat die Vorwahl im Bundesstaat Washington gewonnen. Stand 06:30 Uhr sind 70% der Stimmen ausgezählt. Demnach kommt Trump auf 76,2 %, auf Cruz und Kasich entfallen jeweils rund 10 %. Das bedeutet einen Zuwachs von 44 Delegierten für Donald Trump.
Die Demokraten hatten bereits im März gewählt. Bernie Sanders gewann souverän mit rund 72 % der Stimmen.
Im Gesamtstand fehlen Trump nun noch rund 50 Delegierte, um auf die erforderliche Anzahl von 1237 Delegierte zu kommen. Die nächsten und letzten Vorwahlen der Republikaner finden am 07. Juni statt. Dann werden nochmal über 300 Delegierten in Kalifornien, New Jersey, New Mexico, Montana und South Dakota vergeben. Trump steht praktisch nach dem Rückzug von Cruz und Kasich als republikanischer Sieger der Vorwahlen fest.

Sonntag, 22. Mai 2016

NRA spricht sich für Donald Trump aus

Die einflussreiche National Rifle Association (NRA) hat sich erwartungsgemäß für den Republikaner Donald Trump als nächsten US-Präsidenten ausgesprochen. Damit hat sich die Waffenlobby insbesondere gegen die Demokratin Hillary Clinton positioniert. Bei einer Rede auf einer Veranstaltung der NRA nahm Donald Trump auch seine Konkurrentin ums Präsidentenamt ins Visier. Clinton wolle den 2. Verfassungszusatz abschaffen. Außerdem wolle sie kriminelle Gewalttäter aus den Gefängnissen entlassen, so Trump weiter.
Hillary Clinton, die sich im Vorwahlkampf insbesondere bei der Diskussion um eine Verschärfung der Waffengesetze immer wieder von Bernie Sanders abzusetzen versuchte, reagierte via Twitter auf die Rede Trumps und widersprach ihm. Sie sei der Auffassung, dass man den 2. Verfassungszusatz aufrecht erhalten und gleichzeitig unsinnige Waffengewalt verhindern könne.

Die Rede Donald Trumps vor der NRA:

Donald Trump sprach sich auch dafür aus, die waffenfreien Zonen, wie sie z. B. in Schulen oder anderen öffentliche Einrichtungen bestehen, abzuschaffen. Die Menschen sollten sich überall vor Angriffen verteidigen können.
Die Diskussion um die Waffengesetze in den USA wird zunehmend in den Fokus des Wahlkampfes zur General Election rücken. Bei den Vorwahlen spielte das Thema im Kern nur eine untergeordnete Rolle, weil sich innerhalb der beiden politischen Lager die Positionen nicht wesentlich unterschieden. Zur Wahl im kommenden November wird die Diskussion aber wieder zu einer Art Glaubensfrage hochstilisiert werden. Clinton und Trump jedenfalls werden das Thema ausschlachten, um ihre jeweilige Anhängerschaft zu bedienen.
Mehr zum Thema Waffengesetze in den USA findet Ihr hier.

Mittwoch, 18. Mai 2016

Clinton in Kentucky knapp vorn, Sanders und Trump gewinnen in Oregon.

Update: Hillary Clinton liegt aktuell mit hauchdünnem Vorsprung in Kentucky vor Sanders und hätte damit voraussichtlich einen Delegierten mehr erreicht.
In Oregon gewinnt Bernie Sanders. Aktuell liegt er rund 12 % vor Clinton was zum jetzigen Zeitpunkt einen Unterschied von 9 Delegierten bedeuten würde.

Bei den Republikanern gewinnt Donald Trump, aktuell mit 66,7 % in Führung. Wegen der proportionalen Delegiertenverteilung gehen etwa 9 Delegierte an die bereits ausgestiegenen Ted Cruz und John Kasich.




Stand
Clinton
Sanders
Trump
Cruz
Kasich
Oregon
Delegierte
90 %
44,2 %
26 (+6)
55,8 %
35 (+1)
66,7 %
19
17,0 %
5
16,3 %
4
Kentucky
Delegierte
99 %
46,8 %
28 (+2)
46,3 %
27 (+0)
---
---
---
Delegierte
Gesamt 17.05.

54 (+8)
62 (+1)
19
5
4

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In dieser Nacht finden die Primaries in Oregon und Kentucky statt. Während an der Westküste Demokraten und Republikaner aufgerufen sind, für ihren Favoriten zu stimmen, wählen in Kentucky lediglich die Demokraten. Die Anhänger der GOP hatten bereits am 05. März mehrheitlich Donald Trump gewählt.
In Oregon dürfte Donald Trump die meisten der 28 Delegierten gewinnen; es handelt sich um eine Delegiertenverteilung proportional zum Stimmenergebnis. Da Cruz und Kasich auch in Oregon noch auf dem Stimmzettel stehen, ist es möglich, dass auch sie noch Delegierte gewinnen.

Bei den Demokraten hofft Bernie Sanders auf einen klaren Sieg in Oregon. Obwohl die einzige aktuelle Umfrage aus dem im Biber-Staat Clinton vorne sieht, hat Sanders in dem liberalen Oregon grundsätzlich gute Chancen auf einen Sieg. Der Senator hofft nach seinem starkem Ergebnis in Washington mit einem weiteren Erfolg in Oregon, um dann am 07. Juni auch in Kalifornien noch viele Delegierte zu gewinnen. In Oregon geht es um 61 Delegierte bei den Demokraten, zusätzlich werden 13 Superdelegierte vergeben.
Hillary Clinton hofft dagegen auf einen Sieg in Kentucky, wo 55 Delegierte für die Demokraten vergeben werden. Aber auch hier dürfte Sanders nicht gänzlich chancenlos sein. Aktuelle Umfragen für Kentucky liegen nicht vor.

Da in Oregon die Wahllokale erst am Mittwoch Morgen deutscher Zeit schließen, gibt es auch hier die Ergebnisse erst wieder am kommenden Morgen/ Vormittag.

Sonntag, 15. Mai 2016

Oregon

Kommende Vorwahlen: Oregon

Flag of Oregon.svg
Flagge von Oregon


In Oregon leben gut 4 Mio Einwohner. Die größte Stadt ist Portland mit rund 620.000 Einwohnern. In der Hauptstadt Salem leben rund 160.000 Menschen.

Der "Beaver State"  (Biberstaat) ist bei Präsidentschaftswahlen seit 1988 fest in demokratischer Hand und gilt als besonders liberaler und moderater Bundesstaat.
Aktuelle Gouverneurin ist die Demokratin Kate Brown.

Etwa 11% des Bevölkerung sind Lateinamerikanischer Abstammung.
Über die Hälfte der Fläche Oregons befindet sich im Besitz des Bundes. Der Einfluss aus Washington stand zuletzt auch beim sog. Oregon Standoff im Mittelpunkt, bei dem lokale Farmer Gebäude der Bundesverwaltung in einem Nationalpark besetzten.
Während früher die Forstwirtschaft von Bedeutung war, ist heute die Technologiebranche dominierend. Im sog. Silicon Forrest sind Unternehmen wie Sun Microsystems, IBM, Intel, Hewlett Packard und Yahoo! ansässig.

Vorwahltermin Republikaner: 17.05. Closed Primary
Vorwahltermin Demokraten: 17.05. Closed Primary

Anzahl der zu vergebenen Delegiertenstimmen:

Demokraten: 74, davon 13 Superdelegierte (proportionale Verteilung: 20 Delegierte in den für das Gesamtergebnis Oregon und 41 Delegierte in den 6 Congressional Districts + 15% Hürde).
Republikaner: 28, alle Delegierte werden proportional zum Gesamtergebnis in Oregon verteilt.

Durchschnittliche Umfragen* für 2016 und Ergebnisse vergangener Primaries aus 2012 und 2008:
(Die Anzahl der gewonnen Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag werden nach offizieller Bekanntgabe des Ergebnisses ergänzt und bis dahin mit einem X markiert)

Republikaner: Ergebnis

2016
Ergebnis
und
gewonnene Delegierte
Donald Trump
66,7 %
19
Ted Cruz
17,0 %
5
John Kasich
16,3 %
4
2012
Ergebnis
Romney
72 %
Paul
13 %
Santorum
9 %
2008
Ergebnis
McCain
84%
Paul
14 %
Vorwahlen bereits entschieden


Demokraten: Ergebnis 
(2012 wird nicht mit aufgeführt, da Barack Obama als amtierender Präsident in den meisten Bundesstaaten ohne Gegenkandidat war und letztlich alle Bundesstaaten gewann.)


2016
Ergebnis
und
gewonnene
Delegierte
Bernie Sanders
55,8 %
35
(+1 Superdelegierter)
Hillary Clinton
44,2 %
26
(+6 Superdelegierte)
2008
Ergebnis
Barack Obama
59 %
Hillary Clinton
41 %

Allgemeine Erklärungen und Erläuterungen zu den Vorwahlen, Caucus, Primary, Delegierte

* Quelle der durchschnittlichen Umfragen: www.realclearpolitics.com
Weitere Quellen: wikipedia,com, thegreenpapers.com

Freitag, 13. Mai 2016

Trump und Ryan gehen aufeinander zu

Donald Trump August 19, 2015 (cropped).jpg
Donald Trump
Es ist höchste Zeit, dass der Prozess der Annäherung bei den Republikanern konkrete Züge annimmt. Der Vorwahlkampf hat die ohnehin schon in Teilen zerstrittene Partei noch mehr durcheinander gewirbelt. Die klassischen Establishment-Kandidaten scheiterten der Reihe nach an dem scheinbar übermächtigen und unkonventionellen Donald Trump und ließen dem einstigen erzkonservativen Außenseiter der Tea-Party-Bewegung Ted Cruz zur letzten Hoffnung werden. Donald Trump hat sich gegen alle Widerstände durchsetzen können und leitete damit einen substanziellen Wandel bei der Grand Old Party ein. Die Partei kann nun im Streit versinken oder auch den gewiss nicht ungefährlichen Weg mit dem kontroversen Immobilienmogul als Chance begreifen und den Neuanfang gestalten.

Paul Ryan
Paul Ryan
Aus diesem Grund kam es nun zu dem lang erwarteten Treffen zwischen Donald Trump und Paul Ryan. Der Sprecher des Repräsentantenhauses hatte jüngst noch einmal betont, welche Schwierigkeiten er mit einer Unterstützung Trumps hätte. Das Ergebnis des Treffens scheint vorsichtig positiv zu sein. Beide hielten sich mit großen Reden und Stellungnahmen zurück. Ryan betonte aber, dass er zuversichtlich aus dem Gespräch gekommen sei und sieht erste Voraussetzungen für einen Einigungsprozess. Beide wissen, dass sie aufeinander angewiesen sind. Trump wird nicht gegen Clinton und zugleich gegen die eigene Partei ins Oval Office marschieren können. Paul Ryan weiß dagegen, dass die Republikaner eine Niederlage bei der Wahl im November und weitere Rückschläge im Kongress nur schwer verkraften könnten. Ryan ist zudem nicht verborgen geblieben, dass Trump auch neue Wählerschichten für die GOP erschlossen hat. Noch nie hat ein republikanischer Kandidat so viele Stimmen bei den Vorwahlen erhalten wie Donald Trump. Und in Kalifornien, Oregon, New Jersey usw. wird erst noch gewählt. Die Partei kann ihre Augen nicht davor verschließen, dass es hier offensichtlich Versäumnisse bei der Kommunikation mit den Wählerinnen und Wählern gibt. Ein Weiterso gegen Trump verbietet sich eigentlich. Auch Trump weiß nun um seine Verantwortung, ob sie ihn beeinflusst, ist wiederum eine andere Frage. Aber er wird den Weg kennen, den er zu beschreiten hat, will er der nächste Präsident der USA werden. Er wird sich im Ton mäßigen müssen, ohne dabei seine neu gewonnenen Anhänger wieder zu vergraulen. Und er wird konkreter werden müssen. Die Grundvoraussetzung für eine Unterstützung aus dem Establishment ist ein Mindestmaß an Verlässlichkeit, das sich nur durch konkrete inhaltliche Vereinbarungen erreichen lässt. Trump wird Ryan etwas anbieten müssen, was dieser dann in die Führungskreise der Partei streuen kann. Ryan dagegen wird die schärfsten Widersacher Trumps zurückpfeifen müssen, um den eigenen Frontrunner einzufangen und gemeinsam den Wandel in der Partei einzuläuten. 
Hillary Clinton
Hillary Clinton

Der Neuanfang kann auch deshalb gelingen, weil sich bei den Demokraten mit Hillary Clinton eine Kandidatin auf den Weg ins Weiße Haus macht, die zwar äußerst erfahren ist und über exzellente Verbindungen verfügt, aber auch ganz sicher nicht unangefochten an der Spitze ihrer Partei ins Rennen gehen wird. Der Wahlkampf bei den Republikanern während der Vorwahlen war härter und schmutziger und doch ist die GOP mit dem Thema bereits durch. Bernie Sanders will bis zum Nominierungsparteitag um jede Delegiertenstimme kämpfen. Eine Gefahr und Herausforderung für Clinton, die sie nicht unterschätzen darf. Zu stark war und ist der Zuspruch für den links ausgerichteten Senator aus Vermont. Verpassen es die Demokraten, den Hebel von Differenzen auf Gemeinsamkeiten umzulegen und versäumen es Clinton und Sanders rechtzeitig sich anzunähern, kann die Wahl im November alles andere als ein Spaziergang für die Demokraten werden. In beiden Parteien müssen nun zügig die Lehren aus den Vorwahlen gezogen werden. Wieso schafft es ein Donald Trump, alle Republikaner zu dominieren und weshalb ist Bernie Sanders als Herausforderer der als schon gesetzt gegoltenen früheren Außenministerin so stark geworden? Die Antworten werden die Kandidaten nicht alleine finden können. Trump kennt sein Erfolgsrezept, weiß aber eben auch um seine Schwächen innerhalb seiner Partei. Und Clinton weiß genau, dass ihr ein Abrücken von relativ progressiven Inhalten sehr schnell auf die Füße fallen kann.

Mittwoch, 11. Mai 2016

Sanders gewinnt in West Virginia, Trump holt erwartungsgemäß alle Delegierte

Bernie Sanders hat den Primary in West Virginia gewonnen. Nach aktuellem Auszählungsstand von knapp 90% erhält der Senator 51,3 %. Hillary Clinton kommt auf 36,1 %. Der Außenseiter Paul T. Farrell kommt auf 8,8 %. Damit würden etwa 18 Delegierte an Sanders gehen und 11 an Clinton.
Bei den Republikanern gewinnt Donald Trump in West Virginia mit 76,6 %. Die bereits ausgestiegenen Kandidaten Cruz und Kasich erhalten 9% und 7%.

In Nebraska kommt Donald Trump auf 61,4% und gewinnt damit alle 36 Delegierte. Cruz kommt auf 18,5% und Kasich auf 11,4%.

Dienstag, 10. Mai 2016

Vorwahlen in West Virginia und Nebraska

In der kommenden Nacht stehen für die Demokraten und Republikaner die Vorwahlen in West Virginia an; die GOP lässt zudem in Nebraska abstimmen.
Hillary Clinton und Bernie Sanders kämpfen um 29 Delegierte in West Virginia. Laut letzten Umfragen kann der Senator mit einem Sieg rechnen, es sei denn die Demokraten wollen bewusst Hillary Clinton für den Wahlkampf gegen Donald Trump stärken. Dann könnte es sein, dass Clinton eine Mehrheit holt, obwohl Sanders in West Virginia vorne lag.
Das Rennen bei den Republikanern ist gelaufen. Donald Trump wird in den verbleibenden Vorwahlen die übrigen Delegierten weitgehend gewinnen und wird sich bereits auf den Kampf gegen die Demokraten vorbereiten bzw. versuchen, die eigene Partei stärker hinter sich zu vereinen.
Die Spannung aus den Vorwahlen ist raus. Donald Trump ist der Gewinner bei den Republikanern und Hillary Clinton wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die Kandidatin der Demokraten werden. Dennoch gibt es auch in Hinblick auf die Präsidentschaftswahl im November ein paar Dinge, auf die auch in der kommenden Nacht zu achten sein wird.
Trump ist zwar der letzte Kandidat der Republikaner, aber es stehen weiterhin noch anderen Namen auf dem Stimmzettel in West Virginia. Alle Kandidaten, die sich registriert hatten, bleiben auch auf dem Wahlzettel. So wird zu beobachten sein, ob die Trump-Gegner zuhause bleiben bzw. ihn nun unterstützen oder ob sie ihr Stimmrecht für eine Art Protestwahl nutzen werden. Das wird zwar am Ergebnis nichts oder kaum etwas ändern, aber es wäre für die Republikaner und Trump ein erstes Zeichen, ob es ihm gelingt, die Partei zu vereinen.
Ähnlich verhält es sich bei den Demokraten. Sanders wird bis zum Schluss weitermachen, egal ob er noch Chancen auf die Nominierung hat oder nicht. Aber wollen das auch die Anhänger der Demokraten oder unterstützen sie demonstrativ Hillary Clinton, um sie nicht weiter im Kampf gegen Trump zu beschädigen?

Die Ergebnisse aus West Virginia und Nebraska werde ich morgen Früh hier bekanntgeben. Einen Live-Ticker zu den Ergebnissen wird es also in der kommenden Nacht nicht geben.

Sonntag, 8. Mai 2016

Hillary Clinton gewinnt Guam Caucus

A map of Eastern Asia and the Western Pacific with the locations mentioned in this article marked
Die Northern Marianas, im Süden die Insel Guam
Hillary Clinton hat den Caucus auf der Pazifik-Insel Guam gewonnen. Sie erhielt 59,5 % gegenüber Bernie Sanders 40,5 %. In Guam sind insgesamt 7 Delegierte zu gewinnen gewesen. 4 gingen an Clinton und 3 an Bernie Sanders.
Die Republikaner hatten bereits am 12.März auf Guam abgestimmt. Bis auf einen Delegierten, der an Ted Cruz ging, blieben die weiteren Delegierten unbestimmt.
Guam liegt zwischen Japan und Papua Neuguinea. Bei Präsidentschaftswahlen dürfen die Bewohner der Inseln nicht wählen, die Parteien räumen ihnen aber die Möglichkeit ein, an den Vorwahlen teilzunehmen. Seit dem Zweiten Weltkrieg ist Guam ein externes Territorium der USA mit innerer Autonomie.

West Virginia

Kommende Vorwahlen: West Virginia

Flag of West Virginia.svg
Flagge von West Virginia

In West Virginia leben gut 1,8 Mio Einwohner. Mit rund 50.000 Einwohnern ist die Hauptstadt Charleston zugleich auch die größte Stadt des Bundesstaats. Eine ähnliche Größe erreicht die Stadt Huntington.

Der "Mountain State"  hat bei Präsidentschaftswahlen immer wieder unterschiedlich gewählt. Es wechselten sich Demokraten und Republikaner seit den 60er Jahren immer wieder als Sieger in West Virginia ab. Seit dem Jahr 2000 hat allerdings die GOP durchgängig eine Mehrheit erringen können.
Aktueller Gouverneur ist der Demokrat Earl Ray Tomblin.

Mit rund 94% hat West Virginia einen sehr hohen Anteil weißer Bevölkerung. Die Arbeiter insbesondere aus dem Bergbau sind traditionell in starken Gewerkschaften organisiert und neigen daher eher zu einem linken politischen Profil. Zugleich ist die Bevölkerung West Virginias auch eher konservativ geprägt. Der Bundesstaat zählt bei Einkommen und Wirtschaftskraft zu den ärmsten Bundesstaaten der USA.

Vorwahltermin Republikaner: 10.05. Primary
Vorwahltermin Demokraten: 10.05. Primary

Anzahl der zu vergebenen Delegiertenstimmen:

Demokraten: 37, davon 8 Superdelegierte (proportionale Verteilung: 20 Delegierte in den 3 Districts und 9 Delegierte für das Gesamtergebnis West Virginia + 15% Hürde).
Republikaner: 34, 9 Delegierte werden direkt in den 3 Districts gewählt (je 3 Del.), weitere 22 in West Virginia Gesamt. 3 Delegierte gehen an den Gesamtsieger.

Durchschnittliche Umfragen* für 2016 und Ergebnisse vergangener Primaries aus 2012 und 2008:
(Die Anzahl der gewonnen Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag werden nach offizieller Bekanntgabe des Ergebnisses ergänzt und bis dahin mit einem X markiert)

Republikaner: Ergebnis


2016
Ergebnis
und
gewonnene Delegierte
Donald Trump
77,0 %
34
Ted Cruz
9,0 %
X
John Kasich
6,4 %
X
2012
Ergebnis
Romney
70%
Santorum
12%
Paul
11%
2008
Ergebnis
McCain
75%
Huckabee
10 %



Demokraten: Ergebnis
(2012 wird nicht mit aufgeführt, da Barack Obama als amtierender Präsident in den meisten Bundesstaaten ohne Gegenkandidat war und letztlich alle Bundesstaaten gewann.)


2016
Ergebnis
und
gewonnene
Delegierte
Bernie Sanders
51,4 %
18
(+1 Superdelegierter)
Hillary Clinton
35,8 %
11
(+6 Superdelegierte)
2008
Ergebnis
Hillary Clinton
67 %
Barack Obama
26 %

Allgemeine Erklärungen und Erläuterungen zu den Vorwahlen, Caucus, Primary, Delegierte

* Quelle der durchschnittlichen Umfragen: www.realclearpolitics.com
Weitere Quellen: wikipedia,com, thegreenpapers.com